Deepening the Practice, Exploring Consciousness

Vertiefung der Praxis, Erforschung des Bewusstseins

 

Mit Martine Batchelor

 

Englisch mit Übersetzung

 

19. bis 11. Oktober 2020

Fr 19 bis 21 Uhr

Sa 10.00 bis 18.00 Uhr

So 10.00 bis 15.30 Uhr

(CME-Punkte werden beantragt)

 

This course will explore the five conditioning functions of consciousness, also known as the five omnipresent factors of consciousness or technically the five nama factors - contact, feeling, perception, intention, and attention, and their relevance to mindfulness and meditation practice in daily life. The Buddha said in an early sutta:

“When what exists does consciousness come to be? By what is consciousness conditioned?” Then, monks, through careful attention, there took place in me a breakthrough by wisdom: “When there is name-and-form, consciousness comes to be; consciousness has name-and-form as its condition.”

In this quote, the Buddha posits that consciousness (Pali: vinnana) is an emergent property of name-and-form (Pali: namarupa). In the early Buddhist tradition it was used to refer to the material and mental conditions that generated consciousness. “Form” (as in form and matter) refers to the material world that impacts the senses; “name” refers to the primary mental processes triggered by our moment-to-moment encounters with the world. “Name” is constituted by five elements—contact, feeling, perception, intention, and attention. Martine thinks that it can be beneficial for one’s practice and one’s life to reflect and explore these five conscious potentialities in depth.

Contact (phassa)

First we will look at contact, which is the initial impact of the world on one of the six sense organs – eyes, nose, ears, body, mind, tongue.  It is so essential to be more mindful of contact because this is where things start to happen that can lead to suffering for ourselves and others.  Martine will explore the difference between grasping and creative engagement.  The guided meditation will be connected to mindfulness of listening and of physical sensations.

Feeling tone (vedana)

Secondly we will define and study feeling tones, the experience of that previous impact as pleasurable, painful, or neutral.  Martine will present in great details feeling tones and their decisive influences upon our behavior, which she will connect to ethics. The guided meditation will be mindfulness of the feeling tones as connected to the breath, the sounds, physical sensations and thoughts.

Perception (sanna)

Thirdly we will examine preception, that which identifies the object as this object rather than that object by differentiation.  Martine will look at how feeling tones condition perceptions and vice versa.  She will explore perception in terms of the way we interpret and give meaning to the world.  She will also investigate the mis-perception we might have about ourselves and the way we experience ourselves and others.  Finally she will present Zen questioning meditation.  The guided meditation will be on meditating with the question: “What is this?”

Intention (cetana=karma) and Attention (manasikara)

“It is intention (cetana), monks, that I declare to be action (kamma). Having willed, one performs an action of body, speech or mind.” [A. VI, 63, p. 173]

Fourthly we will cover intention and attention.  Intention being the movement toward and engagement with the world (but also recoiling and disengaging from it). It is connected to making moral choices and acting on them. In this context we will look at the power of setting an intention with the help of a caring and careful mindfulness.  We will also look at attention, that which apprehends and focuses on an object, an important potential and quality to develop in meditation.  We will see that we have great power of concentration but might not use it wisely.  Martine will explore the power of attention in terms of creating a certain radar like effect if we grasp at the object or person we focus on and the usefulness sometimes of lack of attention.  The final guided meditation will be on appreciative/altruistic joy (mudita).

 

 

Vertiefung der Praxis, Erforschung des Bewusstseins

 

Dieser Kurs untersucht die fünf konditionierenden Funktionen des Bewusstseins, auch bekannt als die fünf allgegenwärtigen Nama-Faktoren des Bewusstseins, Kontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Absicht, Aufmerksamkeit - und ihre Relevanz für Achtsamkeit und Meditationspraxis im täglichen Leben.

In einer frühen Sutta sagte der Buddha:

"Wann gelangt ,was existiert, zu Bewusstsein? Durch was ist Bewusstsein bedingt? Dann geschah in mir mithilfe sorgfältiger Aufmerksamkeit ein Durchbruch zur Weisheit: Wenn es Nama und Form gibt, entsteht Bewusstsein; Bewusstsein hat Nama und Form zur Bedingung."

In diesem Zitat stellt der Buddha fest, dass das Bewusstsein (Pali: vinnana) ein aufsteigendes Merkmal von Nama und Form ist (Pali: namarupa). In der frühen buddhistischen Tradition wurde es verwendet, um auf die materiellen und mentalen Bedingungen hinzuweisen, die das Bewusstsein erzeugten. "Form" (wie in Form und Materie) bezieht sich auf die materielle Welt, die die Sinne beeinflusst; "Nama" bezieht sich auf die primären mentalen Prozesse, die durch unsere momentane Begegnung mit der Welt ausgelöst werden. "Nama" besteht aus fünf Elementen - Kontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Absicht und Aufmerksamkeit. Martine glaubt, dass es für die eigene Praxis und das eigene Leben von Vorteil sein kann, diese fünf bewussten Potenziale zu reflektieren und zu erforschen.

 

Kontakt (phassa)

Zuerst betrachten wir den Kontakt, der den ersten Einfluss der Welt auf eines der sechs Sinnesorgane nimmt - Augen, Nase, Ohren, Körper, Geist, Zunge. Es ist so wichtig, mehr auf den Kontakt zu achten, denn hier beginnen Dinge zu geschehen, die zu Leiden für uns selbst und andere führen können. Martine wird den Unterschied zwischen besitzergreifender und schöpferischer Kontaktaufnahme untersuchen. Die geführte Meditation wird mit der Achtsamkeit des Hörens und der körperlichen Empfindungen verbunden sein.

 

Spürbarer Ton (Vedana)

Zweitens werden wir Gefühlstöne definieren und erforschen, die Empfindung dieser frühen Erfahrung als angenehm, schmerzhaft oder neutral. Martine wird im Detail Gefühlstöne und deren bestimmenden Einfluss auf unser Verhalten vorstellen, das sie mit Ethik verbindet. Die geführte Meditation wird Achtsamkeit auf die Gefühlstöne lenken, die mit Atem, Geräuschen, physischen Empfindungen und Gedanken verbunden sind.

 

Wahrnehmung (sanna)

Drittens werden wir die Vorurteile untersuchen, durch die ein Objekt als ein bestimmtes Objekt wahrgenommen und nicht durch Differenzierung identifiziert wird. Martine wird sich ansehen, wie Gefühlstöne Wahrnehmung beeinflussen und umgekehrt. Sie wird Wahrnehmung in Bezug darauf untersuchen, wie wir die Welt interpretieren und ihr einen Sinn geben. Sie wird auch die falsche Wahrnehmung untersuchen, die wir über uns selbst haben können, und die Art und Weise, wie wir uns selbst und andere erleben.

 

Absicht (cetana=karma) und Aufmerksamkeit (manasikara)

"Es ist die Intention (Cetana), die ich zur Aktion (Kamma) erkläre. Wenn man willens ist, führt man eine Handlung mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist durch." [A. VI, 63, S. 173]

Viertens werden wir uns mit Intention und Aufmerksamkeit befassen. Intention ist die Bewegung in Richtung und Auseinandersetzung mit der Welt (aber auch das Zurückschrecken und Loslösen von ihr). Damit ist verbunden, moralische Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln. In diesem Zusammenhang werden wir die Kraft einer Intention betrachten, die wir mit fürsorglicher und sorgfältiger Achtsamkeit verfolgen. Wir werden uns auch mit der Aufmerksamkeit befassen, die es braucht, ein Objekt zu erfassen und im Blick zu halten, ein wichtiges Potenzial und eine große Qualität, die sich in der Meditation entwickeln lässt. Wir werden sehen, dass wir über eine große Konzentrationsfähigkeit verfügen, aber sie vielleicht nicht sinnvoll nutzen. Martine wird die Kraft der Aufmerksamkeit im Hinblick auf die Schaffung einer bestimmten radarähnlichen Wirksamkeit untersuchen, wenn wir das Objekt oder die Person, auf die wir uns konzentrieren, erfassen - und den Nutzen, den mangelnde Aufmerksamkeit manchmal hat. Die letzte geführte Meditation findet über anerkennende/altruistische Freude (Mudita) statt.

 

Martine Batchelor ist eine in Europa und den Vereinigten Staaten weithin bekannte Meditationslehrerin und Autorin. Sie verfügt über tief begründete Erfahrung mit koreanischer Zen-Meditation, und ihre Lehre ist geprägt von Kreativität, Humor und einer ungewöhnlich vielseitigen und umfassenden Annäherung an die Praxis.

Von 1975 bis 1985 lebte sie als Buddhistische Nonne in Korea. Ihre Zen-Praxis führte sie darüberhinaus an Klöster in Taiwan und Japan. Unter der Leitung ihres früheren Meisters Kusan Sunim studierte sie Zen-Buddhismus und begleitete ihn auf Vortragsreisen weltweit als Übersetzerin.

Heute lebt sie mit ihrem Ehemann Stephen Batchelor in Frankreich, ist Mitglied der Sharpham North Communitiy und arbeitet eng zusammen mit dem Gaia House in Devon, England.

 

Kursgebühr: 340 € (Ermäßigung auf Anfrage möglich)

 

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