Achtsamkeit und Mitgefühl in der Behandlung und Beratung von traumatisierten Menschen

Mit Dr. med. Luise Reddemann und Dr. Paul Grossman

 

Teil 1: Grundlagen

2. bis 4. November 2018

 

Teil 2: Klinische Praxis

23. bis 25. November 2018

 

Teil 3: Vertiefung

8. bis 10. März 2019

 

jeweils Freitag, 14-18 Uhr; Samstag 10-18 Uhr; Sonntag 10-13.30 Uhr

 

(CME-Punkte werden beantragt)

 

„Achtsamkeit“ ist auch unter PsychotherapeutInnen im letzten Jahrzehnt geradezu populär geworden. Hinzu kam in jüngster Zeit die Beschäftigung mit dem Thema Mitgefühl, die unser Verständnis dafür erweitert hat, wie sehr Akzeptanz zur Heilung der Psyche beitragen kann. Sowohl „Achtsamkeit“ als auch „Mitgefühl“ werden zunehmend in Theorie und Praxis einer Begegnung mit schweren traumatischen Erfahrungen einbezogen. Jedoch sind „Achtsamkeit“ und „Mitgefühl“ Zustände oder Haltungen, die auf sehr verschiedene Weise verstanden werden können. Diese unterschiedlichen Meinungen von Psychologen, insbesondere in Bezug auf Achtsamkeit, können in Therapie und Beratung schwerwiegende Konsequenzen haben, sowohl positive als auch negative. So wird Achtsamkeit oft als Aufmerksamkeit von Moment zu Moment für körperliche Erfahrungen beschrieben. Solche Fokussierung kann gerade für traumatisierte Menschen problematisch sein. Denn genau diese Art von Wahrnehmung kann das Individuum überfordern, ja triggern und zu dissoziativen Zuständen führen - was zweifellos als eine unerwünschte Wirkung angesehen werden sollte. Andererseits kann Achtsamkeit, wenn sie mehr bezogen wird auf ihren – aus dem Buddhismus stammenden – Ursprung, als eine Praxis erfahren werden, die hilft, eine unvoreingenommene, wohlwollende, mitfühlende und beherzte Haltung gegenüber allem einzunehmen, was sich von Moment zu Moment innerhalb unserer Erfahrung entfaltet. Selbst wenn es sich um eine Erfahrung handelt, die in der Vergangenheit stattgefunden hat und die wir aktuell als schmerzlich und unkontrollierbar erleben, kann eine solche Haltung des Wahrnehmens von Moment zu Moment - weder passiv noch fatalistisch eingenommen - kluges Urteilen und angemessenes Handeln begünstigen. Diese Art von Achtsamkeit, kann, wenn sie sorgfältig angewandt wird, für traumatisierte Menschen sehr hilfreich sein, um mit den oft unvermeidlichen und unkontrollierbaren Aspekten ihres Lebens besser umzugehen.

 

Das 1. Seminar soll den konzeptuellen und praktischen Hintergrund vermitteln, um Verbindungen zwischen Traumatherapie, Achtsamkeit und Mitgefühl herzustellen.

Im 2. Seminar wird es um mögliche klinische Implikationen für Therapie und Praxis gehen, die sich aus diesem Wissen ergeben.

Paul Grossman wird relevante wissenschaftliche Studien aus diesem Gebiet zur Diskussion stellen, Luise Reddemann aus ihrer Erfahrung in der Arbeit mit schwer traumatisierten Menschen berichten. Beides wird ergänzt durch (erfahrungs-basiertes Erproben unterschiedlicher) Achtsamkeits-und Mitgefühlsübungen.

 

Zum 3. Seminar laden wir gezielt alle diejenigen ein, die an den beiden ersten Seminaren zu Traumafolgestörungen, Achtsamkeit und Mitgefühl teilgenommen haben. Thema wird sein, das dort Erarbeitete zu vertiefen.

Zum einen wollen wir die Übungspraxis fortsetzen und vertiefen, zum anderen soll es um die Vertiefung klinischer Erfahrungen gehen: Was bedeuten Achtsamkeit, Freundlichkeit und Mitgefühl konkret im Umgang mit PatientInnen. Wo gibt es Hindernisse. Wir freuen uns, wenn Sie Fragen aus Ihrer Praxis mitbringen.

 

 

Kursgebühr: jeweils: 340 €

 

1. und 2. Seminar zusammen: 580 €

 

 

 

 

Wichtig:

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